Wer den Stift in die Hand nimmt, schreibt das Drehbuch seines Lebens neu!

Keck gefragt: Muss ich psychisch labil sein, um therapeutisches Schreiben zu nutzen?



Nein, absolut nicht. Der Begriff „therapeutisches Schreiben“ soll niemanden abschrecken. Im Gegenteil. Therapeutisches Schreiben ist eine kreative Therapieform ähnlich einer Musik- oder Kunsttherapie, nur dass nicht gemalt oder musiziert wird, sondern geschrieben. Für die bei uns noch verhältnismäßig unbekannte Therapieform werden je nach Anwendung unterschiedliche Begriffe verwendet: therapeutisches Schreiben, Schreibtherapie, Poesietherapie, Bibliotherapie, selbstreflektierendes Schreiben, expressives Schreiben, Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben (GKS), biografisches Schreiben, sogar kreatives Schreiben, Schreibcoaching und Journaling oder gar der "Dialog mit sich selbst" werden als Synonyme dafür eingesetzt. Auch wenn sich einige dieser Schreibformate mehr oder weniger voneinander abgrenzen, letztlich sind es viele Namen für ein und dasselbe: für das Schreiben als selbstreflektierenden und heilenden Prozess.


Für wen ist also therapeutisches Schreiben gedacht?


Ich habe für mich auf den Begriff „therapeutisches Schreiben“ festgelegt, weil der Schreibvorgang, wie ich ihn anbiete, am ehesten dem therapeutischen Ansatz gleicht. Also, für wen ist es gedacht, was braucht man für Voraussetzungen? Die wichtigste Voraussetzung ist das Interesse an sich selbst und die Offenheit, mit sich selbst in den Austausch zu treten, sich reflektiert zu betrachten und etwas an sich ändern und verstehen zu wollen.


Therapeutisches Schreiben stärkt den Zugang zur eigenen Persönlichkeit und dafür braucht man keine psychischen Probleme.

Wie oft steht man vor Entscheidungen und weiß nicht wie reagieren? Wie oft hat man Probleme zu lösen, die einem auf den Magen schlagen? Oder wie oft hat man das Gefühl, dass einem die Richtung im Leben abhanden gekommen ist? Wem kreisen nicht hin und wieder unangenehme Gefühle, Gedanken oder Konflikte durch Herz und Kopf oder Probleme und Ungeklärtes aus der nahen oder fernen Vergangenheit, Ängste und Zukunftsfragen?


Alles das wird beim therapeutischen Schreiben ins Bewusstsein gehoben, zu Papier gebracht, ausformuliert und hinterfragt. Das ordnet die Gedanken, zeigt neue Perspektiven auf oder konkretisiert Erinnerungen. Gezielte Schreibimpulse können aber auch ein klareres Bild der eigenen Schattenseiten und hinderlichen Glaubensmuster eröffnen und sind so ein entscheidender Schritt zur Selbsterkenntnis und Selbstreflexion.


Papier als Schutzraum


Für viele ist es einfacher Gefühle und Gedanken schriftlich auszudrücken anstatt darüber zu reden. Wenn man schreibt, gibt es kein Gegenüber, niemand hört zu, niemand reagiert auf das, was an intimstem Inneren zu Papier gebracht wurde. Durch diese Tatsache bekommt man automatisch Distanz zum Geschehenen und stärkt den Zugang zur eigenen Persönlichkeit. Therapeutisches Schreiben ist wie eine aktive Gedanken- und Gefühlshygiene, eine innere Reinigung von Themen, die belasten - und dafür braucht man keine schwerwiegenden Symptome.


Positive Wirkungen des therapeutischen Schreibens


Selbstreflektierendes Schreiben ist ein wesentlicher Teil der Psychohygiene und wirkt sich auf vielen Ebenen positiv aus:

  • Verarbeitung emotional belastender Erlebnisse

  • Reduktion von Stress durch die Aufarbeitung ungeklärter Themen

  • Stärkung des Selbstvertrauens

  • Innere Ruhe und Gelassenheit

  • Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche

  • Gefestigtere Handlungsfähigkeit

  • Gesündere und bewusstere Lebensgestaltung

  • Klareres Verständnis der eigenen Denk- und Verhaltensstrukturen

  • Mehr Souveränität in der Stressbewältigung

  • Förderung der Kreativität

  • Verbesserung der sozialen Integration

  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit

  • Wohlbefinden und Zufriedenheit

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